Archive for February, 2007

Fahrtenplanung

Monday, February 26th, 2007

Gruß zuvor!

Zunächst darf ich Philipp in mehrererlei Hinsicht ganz herzlich danken:

1. für die Wahl des Anreisetermins. Der 22. ist exakt der Tag, an dem ich auch ankommen werde, bzw. muß weil ich bis zum 21. auf der erwähnten Tagung in München sein werde und mir einen längeren Aufenthalt dort nicht leisten kann, da ich wider erwarten nicht bei einer Freundin von mir übernachten kann, weil sie zur selben Zeit Besuch aus Rußland beherbergt. Um also eine Übernachtung zu sparen, werde ich wohl versuchen, einen (möglichst langsamen) Nachtzug von München nach Zürich zu nehmen und mich unterwegs, wie wohl auch kaum auszuschlafen, so doch wenigstens annähernd zu erholen.

2. a) für die Übernahme eines so interessanten und präparationsintensiven Vortragsthemas (hoffentlich ist darin kein entsprechender Anspruch an die Qualität meines eigenen Vortrags impliziert 😉 ).
b) für die engagierte bis gnadenlose Verwissenschaftlichung des innerkreislerischen Arbeitstons. Wenn es Robert noch dazu gelänge, uns für die Lesekreissitzungen am Züricher Wochenende einen Arbeitsraum an der Universität zu beschaffen, ist der Durchbruch des Kreises ins Exklusiv-Elitäre schon während der zweiten Auslandssitzung geglückt! Chapeau!

3. für den Hinweis auf örtliche Kulturangebote. Ob ich mich dem anschließe hängt allerdings auch davon ab, wie teuer der Eintritt ins Museum tatsächlich ist. Wie sich aus Philipps letzter Nachricht schließen läßt, kaum allzu günstig – schreib doch noch einmal, wieviel genau dafür “berappt” werden muß (auch wenn wir mit Rappen allein kaum auskommen werden).

4. Danke im voraus für die Information!

Wenn wir den Übernachtungspreis in Grenzen halten können (20-22€ max.) wäre ich damit zufrieden – ich muß ohnehin schon am 25. abreisen, da ich wahrscheinlich am 26. bereits wieder von einer Freundin aus Berlin besucht werde. Aber ich denke, wir können die Zeit von Freitag bis Sonntag gut nutzen – drei Tage mit jeweils ein paar Stunden Textbesprechung werden sicher sehr ergiebig sein.

Laßt mich also wissen, wie viele wir letztlich sein werden und ob ihr schon eine Unterkunft ins Auge gefaßt habt, damit wir auch rechtzeitig und günstig buchen.

Eine angenehme Woche!

Sascha

P.S.: Ralph, sei doch so nett und schalte Dich wegen der Vorplanung auch wieder in den Blog ein! Sag auf jedenfall bescheid, wie Dir die bisherige Zeitplanung zusagt.

Downtown Switzerland und Logik der Toleranz

Friday, February 23rd, 2007

Seid mir gegrüßt, alle miteinander!

Organisatorisches zuerst:

  1. Was die Unterkunft in Zürich angeht, sollten wir zunächst einmal durchzählen, wieviele wir nun sein werden. Ein Vorschlag für ein Hotel findet sich in Roberts Kommentar zu meinem Beitrag “Die nahe Zukunft”.
  2. Bezüglich der An- und Abfahrt werde ich wohl ein Einzelgänger sein. Daher überlasse ich es Euch zueinander zu finden.
  3. Ich erwäge einen Besuch im Kunsthaus. Der Giacometti und Rodins wegen. Ansonsten möchte ich mir gerne noch den Lindenhof, die Schwanengasse und das “Dörfli” anschauen. Kostet ja nichts – mal von dem nicht ganz preisgünstigen Museum abgesehen.
  4. Inhaltlich habt ihr einen Vortrag von mir zu ertragen zu dem Thema “Von Pythia bis Teiresias oder Wie entgehe ich meinem Schicksal? – Zur Divination in der griechischen Antike”. Der Titel ist wie immer ziemlich großmundig. Es soll nur eine kurze Skizze sein.

Nun noch ein kleines Schmankerl: In die ebenso notwendige wie überflüssige Bruckner-Buruma-Debatte über den Rassismus der Antirassisten hat sich nun auch auch Lars Gustafsson eingeschaltet. Nachzulesen ist das hier.

Soviel für heute. Gehabt Euch wohl!

Die nahe Zukunft

Monday, February 19th, 2007

Hallo!

Vielleicht sollten wir langsam unsere gemeinsame Reise nach Zürich planen. Das heißt für Robert, dass er uns bitte seine kostengünstigen Übernachtungsmöglichkeiten kundtut.  Die Jugendherberge würde uns zwischen 20 und 30 Euro kosten, je nachdem, wer alles mitkommt. Die Hotels, die ich gesehen habe, sind keineswegs günstiger. Ferienwohnungen würden sich wohl erst lohnen, wenn wir ausreichend viele sind und mindestens eine Woche blieben.
Ich selbst fahre wahrscheinlich mit dem ICE von Berlin aus an. Flüge, die sich lohnen würden, habe ich grade nicht gefunden.  Zur Zeit plane ich, am 22.3., das ist der Freitag, gegen Abend in Zürich anzukommen, und am 25. oder 26. mich nach Konstanz aufzumachen.

Friede sei mit Euch

Um zu sehen, wie die Welt in die Luft fliegt, würde ich noch nicht mal um die Ecke rennen

Wednesday, February 14th, 2007

Wendet sich vor allem an Robert:  Sei zunächst einmal in aller Kürze darauf aufmerksam gemacht, dass im Deutschlandfunk zur Zeit eine Reihe von Sendungen zu Utopie und SF zu hören ist (www.dradio.de). Das geht zwar über Dein Thema hinaus, inspiriert aber bestimmt. In diesem Kontext finden sich auch einige “Philosophen”: Morus, Campanella, Marx mit seiner Kritik an der Utopie, Adorno mit seiner Diagnose vom Verlust aller Utopien in der Gegenwart.  Dabei ginge es also um den philosophischen Status von Utopien und Fiktionen überhaupt. Sei ferner an die frühere Utopie-Forschung einer Dir wohlbekannten Universität in Ostwestfalen erinnert.
Nebenbei würde ich mich nicht auf Filme beschränken. Die meisten der genannten Titel sind ja eh Literaturverfilmungen.  Spontan fällt mir ein, dass man die 42-Problematik im ersten und fünften Teil von Per Anhalter durch die Galaxis auf den Schluß des Logisch-philosophischen Traktats beziehen kann: Kurz bevor die Leiter umgestossen wird und alles sich in Schweigen hüllt, liest man ja etwas zum Verhältnis von sinnvoll gestellten Fragen und sinnvollen Antworten und genau darin liegt dann bekanntermaßen einer der wesentlichen Gründe und vielleicht der wesentliche Grund überhaupt eben dafür, dass die Leiter umgestossen werden und alles sich in Schweigen hüllen wird. Aber ich fürchte jetzt schon, dass das ein Faß ohne Boden wird. Trotzdem Kopf hoch und nicht verzagen!

ps: Beschäftigst Du Dich eigentlich auch mit Santayanas Scepticism and Animal Faith?

Fastfestlegung

Friday, February 2nd, 2007

Grüße an alle!

Für den anvisierten Termin der Diplomabschlußfeier bei Andreas kann ich definitiv zusagen. So Gott will mag denn der 10. Februar kommen – an diesem Wochenende bin ich ohnehin durchgehend in Bielefeld. Aller Wahrscheinlichkeit nach werde ich auch am 23. März an unserem Lesekreistreffen in Zürich teinehmen können, auch wenn mich das zeitlich vermutlich in eine leichte Bedrängnis bringt – das zu bewältgen habe ich allerdings in jüngster Zeit sowieso hinlänglich geübt, also rechnet ruhig mit mir. Eine Besprechung der Lacanschen Interpretation der Antigone fände ich sehr interessant, man möge mir allerdings ersparen, gerade dieses Thema vorzubereiten. Mein März wird anstrengend genug werden (was ich an Leichterverdaulichem übernehme, lasse ich euch später wissen, ich nehme aber auch gern Vorschläge entgegen) – ich hoffe, überhaupt von “meinem” März sprechen zu können, momentan bin ich eher selten Herr “meiner” Zeit. Für eine gemeinschaftliche Anreise aus dem Norden nach Zürich stehe ich allerdings in keinem Fall zur Verfügung, weil ich schon vom 19. bis zum 21. März (wahrscheinlich) an einer Tagung in München teilnehme und dementsprechend aus Bayern werde anreisen müssen.

Schließlich hätte ich noch eine Literaturempfehlung an Phillip abzugeben – auf meinem Schreibtisch ist vor kurzem eine Monographie gelandet, die Dich thematisch, wegen ihres Bezugs auf Theatralität und Affekt, vielleicht interessiert, wenn Gestik auch keine besondere Rolle spielt: Ulrich Port: Pathosformeln. Die Tragödie und die Geschichte exaltierter Affekte (1755-1888). München, Fink 2005. Wenn Du mir noch Deine derzeitige Adresse mitteilst, schicke ich Dir demnächst bei Bedarf auch gern die Kopie eines Kapitels aus einem Buch, das ich bald für die nächste Ausgabe des George-Jahrbuchs rezensieren werde: Matthias Weichelt: Gewaltsame Horizontbildungen. Max Kommerells lyriktheoretischer Ansatz und die Krisen der Moderne. Heidelberg, Winter 2006. Darin befaßt sich das Kapitel I.2.3 mit “Sprache und Gebärde”. Ich weiß allerdings selbst noch nicht, wieviel das taugt; noch habe ich es nicht gelesen.

Euch allen ein erholsames Wochenende!

Sascha

Feier

Friday, February 2nd, 2007

@alle: Den kleinen Umtrunk habe ich fest eingeplant, und er soll auch stattfinden, und zwar um 18 Uhr bei mir in der Heeperstr. 32. @Phillip: Bitte sage mir Bescheid, ob  du an diesem Tag kommen kannst. Falls nicht, dann bist du nämlich schon der Dritte und ich würde ernsthaft in Erwägung ziehen den Termin zu verschieben.

Ödipus – Interpretationen finde ich auch spannender… Gerne beteilige auch ich mich aktiv an unserem Treffen in der Schweiz durch eine kleine Vorbereitung. Allerdings benötige ich hierfür Anregungen eurerseits …

@Sascha: Wie wär’s mal wieder mit einer Partie Schach ?

Weitere Spezifikationen

Thursday, February 1st, 2007

Seid mir gegrüßt,

@alle: Ich habe den 23.3. und das anschließende Wochenende nun bei mir (recht) fest eingeplant. Da ich anschließend auf jeden Fall noch nach Konstanz will und meine Arbeitszeiten in Berlin noch nicht fest sind, werde ich wahrscheinlich auch nicht viel länger bleiben können. Was die konkreten Fragen angeht: Ich interessiere mich immer noch für Prophetie und schicksalshafte Vorherbestimmtheit bei den alten Griechen. Ich kann anbieten hierzu ein kurzes Referat zu halten. Statt auf Antigone-Interpretationen einzugehen, bieten sich vielleicht doch eher noch Ödipus-Auslegungen an. Ich denke beispielhaft an René Girard.

@Andreas: Bevor ich nach Bielefeld komme und nichts ist los: Feierst Du nun wirklich am 10.2., wie ich mir das notiert habe. Mir ist das ja immer noch ein wenig zu früh, aber schauen wir einmal.

@Robert: Sei noch (sicher unnötigerweise) darauf aufmerksam gemacht, dass nun eine deutsche Übersetzung von Stanley Cavells Dissertation Der Anspruch der Vernunft bei Suhrkamp erschienen ist. Ein Buch, in dem versucht wird, mit dem Skeptizismus aufzuräumen. Ich habe es noch nicht gelesen – auch nicht im Original -, aber ein besonderer Leckerbissen soll das Schlußkapitel sein, in dem Othello mit dem späten Wittgenstein konfrontiert wird. Wittgenstein Gebrauchstheorie der Bedeutung ist überhaupt der feste Punkt, mit dem Cavell den Zweifel aus den Angeln heben will. Ich vermute, dass das auf etwas ähnliches hinausläuft, wie man das von Husserl kennt. Rezension gabs schon in der Welt und heute in der SZ.